Der aus dem Gehirn stammende neurotrophe Faktor (BDNF), auch bekannt als Abrineurin, ist ein endogenes Protein, das hauptsächlich im zentralen Nervensystem, insbesondere im Gehirn, produziert wird. Er gehört zur Familie der Neurotrophine, die für die Entwicklung, Erhaltung und Funktion von Neuronen entscheidend sind. BDNF wird von Neuronen und Gliazellen, einschließlich Astrozyten, synthetisiert und ist an einer Vielzahl von neuronalen Prozessen beteiligt. Forscher haben BDNF umfassend untersucht, da er eine bedeutende Rolle beim Überleben, der Differenzierung und der synaptischen Plastizität von Neuronen spielt. Besonders bemerkenswert ist seine Beteiligung an kognitiven Funktionen, der Stimmungregulation und seinen potenziellen therapeutischen Anwendungen bei neurodegenerativen Erkrankungen und psychiatrischen Störungen. BDNF wirkt hauptsächlich über den TrkB-Rezeptor und initiiert Signalwege, die das neuronale Wachstum, Überleben und die synaptische Modulation fördern. Dazu gehört die Aktivierung der PI3K/Akt-, MAPK/ERK- und PLCγ-Signalwege, die entscheidend für seine neuroprotektiven und neuroplastischen Effekte sind. Die pharmakokinetischen Eigenschaften von BDNF sind beim Menschen nicht gut charakterisiert, mit begrenzten Daten zur Halbwertszeit und dem Metabolismus. Seine Bioverfügbarkeit ist ein Thema laufender Forschung, insbesondere im Kontext therapeutischer Verabreichungsmethoden wie der intranasalen Verabreichung. Klinisch ist BDNF noch nicht als therapeutisches Mittel zugelassen, aber sein Potenzial wird bei der Behandlung von Erkrankungen wie akuter Rückenmarksverletzung, Depression und kognitiven Beeinträchtigungen untersucht. Der regulatorische Status variiert je nach Region, wobei laufende Forschungen zu seinen klinischen Anwendungen stattfinden.