Cabergolin ist ein synthetisches Ergolin-Derivat, das als Agonist des Dopaminrezeptors fungiert. Es handelt sich nicht um eine endogene Verbindung und wird chemisch als Ergotalkaloid klassifiziert. Cabergolin wird hauptsächlich zur Behandlung von Störungen eingesetzt, die mit einer Hyperprolaktinämie verbunden sind, wie Prolaktinome, und wird unter Markennamen wie Dostinex und Cabaser vertrieben. Forscher haben festgestellt, dass es wirksam ist, die Prolaktinspiegel zu senken, wodurch Symptome im Zusammenhang mit Prolaktinomen, wie Unfruchtbarkeit und Oligoamenorrhoe, behandelt werden. Cabergolin wird auch hinsichtlich seiner Rolle bei der Hemmung der Laktation nach einer Abtreibung im zweiten Trimester oder einem Schwangerschaftsverlust sowie seiner Off-Label-Anwendung zur Behandlung von Akromegalie und Cushing-Krankheit untersucht. Der primäre Wirkmechanismus von Cabergolin besteht in seiner hohen Affinität zu Dopamin D2-Rezeptoren, was zur Hemmung der Prolaktinsekretion aus der vorderen Hypophyse führt. Diese Wechselwirkung resultiert in einer Kaskade, die die Prolaktinspiegel senkt und Symptome, die mit Hyperprolaktinämie verbunden sind, lindert. Pharmakokinetisch ist Cabergolin durch eine lange Halbwertszeit gekennzeichnet, die weniger häufige Dosierungen ermöglicht. Es wird in der Leber metabolisiert und weist eine hohe orale Bioverfügbarkeit auf. Klinisch ist Cabergolin zur Anwendung bei hyperprolaktinämiebezogenen Erkrankungen zugelassen und gilt als Erstlinientherapie für Prolaktinome. Es wird gut vertragen, obwohl eine Überwachung möglicher Herzklappenprobleme empfohlen wird. Die regulatorische Genehmigung variiert je nach Land, wobei Cabergolin in vielen Regionen ein verschreibungspflichtiges Medikament ist.