Clomifen, auch bekannt als Clomid, Clomifen oder Serophene, ist eine synthetische nicht-steroidale Verbindung, die als selektiver Estrogenrezeptormodulator (SERM) klassifiziert wird. Es handelt sich nicht um ein endogenes Hormon, sondern wird chemisch für therapeutische Zwecke synthetisiert. Clomifen wird hauptsächlich im Bereich der reproduktiven Medizin eingesetzt und ist bekannt für seine Rolle im Management der weiblichen Unfruchtbarkeit und bestimmter Fälle von männlichem Hypogonadismus. Es wird typischerweise oral in Form von Clomifen-Citrat verabreicht. Forscher haben Clomifen umfassend auf seine Fähigkeit untersucht, den Eisprung bei Frauen mit polyzystischem Ovarialsyndrom (PCOS) und anderen anovulatorischen Störungen auszulösen. Es wird auch bei Männern eingesetzt, um Hypogonadismus zu behandeln, indem die endogene Testosteronproduktion stimuliert wird. Der primäre Wirkmechanismus von Clomifen besteht in seiner Wechselwirkung mit Estrogenrezeptoren im Hypothalamus. Durch die Blockierung des negativen Feedbacks von Estrogen auf den Hypothalamus erhöht Clomifen die Freisetzung des gonadotropinfreisetzenden Hormons (GnRH), was anschließend die Hypophyse stimuliert, um follikelstimulierendes Hormon (FSH) und luteinisierendes Hormon (LH) abzugeben. Diese Kaskade fördert den Eisprung bei Frauen und die Testosteronproduktion bei Männern. Pharmakokinetisch hat Clomifen eine variable Halbwertszeit, mit Schätzungen von 5 bis 7 Tagen aufgrund seiner enterohepatischen Rekreation. Es wird in der Leber metabolisiert und hauptsächlich über den Stuhl ausgeschieden. Clomifen wird gut oral aufgenommen, aber seine Bioverfügbarkeit kann durch individuelle metabolische Variationen beeinflusst werden. Klinisch wird Clomifen häufig zur Auslösung des Eisprungs bei Frauen mit anovulatorischer Unfruchtbarkeit und als Off-Label-Behandlung für männlichen Hypogonadismus eingesetzt. Es ist von Regulierungsbehörden wie der FDA für spezifische Indikationen zugelassen, obwohl seine Anwendung bei Männern nicht universell genehmigt ist und je nach Region variiert. Forscher untersuchen weiterhin die langfristige Wirksamkeit und das Sicherheitsprofil in verschiedenen Patientengruppen.