Cortisol, auch bekannt als Hydrocortison, ist ein endogenes Glukokortikoidhormon, das von der Nebennierenrinde produziert wird. Es wird als Steroidhormon klassifiziert und spielt eine entscheidende Rolle in der Reaktion des Körpers auf Stress. Cortisol wird aus Cholesterin synthetisiert und wird in einem zirkadianen Muster freigesetzt, mit Spitzenwerten am frühen Morgen und einem Tiefpunkt in der Nacht. Forscher beobachteten, dass Cortisol an einer Vielzahl physiologischer Prozesse beteiligt ist, einschließlich der Regulierung des Stoffwechsels, der Modulation der Immunantwort und der Aufrechterhaltung der kardiovaskulären Funktion. Es ist ein Schlüsselspieler in der Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenachse (HPA-Achse) und fungiert als sekundärer Botenstoff zwischen der zentralen Uhr und peripheren Geweben. Der Wirkmechanismus von Cortisol umfasst die Bindung an Glukokortikoid-Rezeptoren, die die Genexpression beeinflusst und entzündliche Signalwege moduliert. Dieses Hormon ist entscheidend für das Management von Stress und entzündlichen Reaktionen, und seine Dysregulation ist mit Erkrankungen wie dem Cushing-Syndrom und Nebenniereninsuffizienz assoziiert. Pharmakokinetisch hat Cortisol eine zirkulierende Halbwertszeit von etwa 70 Minuten und wird hauptsächlich in der Leber metabolisiert. Die orale Bioverfügbarkeit ist aufgrund des First-Pass-Metabolismus begrenzt, aber synthetische Formen wie Hydrocortison werden therapeutisch eingesetzt. Klinisch wird Hydrocortison zur Behandlung von Nebenniereninsuffizienz, entzündlichen Erkrankungen und als prophylaktische Maßnahme bei Frühgeborenen, die ein Risiko für bronchopulmonale Dysplasie haben, eingesetzt. Es ist in vielen Ländern für den medizinischen Gebrauch zugelassen und ist verschreibungspflichtig.