Dehydroepiandrosteronsulfat (DHEA-S) ist ein endogenes Steroidhormon, das hauptsächlich von der Nebennierenrinde als Reaktion auf Adrenocorticotropin (ACTH) produziert wird. Es gehört zur chemischen Klasse der Nebennierenhormone und ist ein sulfatierter Metabolit von Dehydroepiandrosteron (DHEA). DHEA-S zirkuliert im Blut, hauptsächlich an Albumin gebunden, und ist ein Vorläufer von Sexualsteroiden. Forscher beobachteten, dass DHEA-S eine bedeutende Rolle in verschiedenen physiologischen Prozessen spielt, einschließlich der Bildung von Androgenen und Östrogenen, und als metabolisches Zwischenprodukt in der Steroidogenese der ovarialen Follikel wirkt. Es ist an der Regulation von Calciumkanälen beteiligt, die entscheidend für die Aktivierung und Reifung von Eizellen sind, was es relevant für die reproduktive Gesundheit und assistierte Reproduktionstechnologien macht. DHEA-S ist auch an der Skelettreifung während der Pubertät beteiligt und wurde in Bezug auf Stress, Funktion des zentralen Nervensystems, Insulinsensitivität, immunologische Funktion und kardiovaskuläre Gesundheit untersucht. Der Wirkmechanismus von DHEA-S umfasst seine Umwandlung in aktive Androgene und Östrogene in peripheren Geweben, die verschiedene biologische Wege beeinflussen. Es ist bekannt, dass es Calcium-Oszillationen in Eizellen reguliert, die für die Befruchtung essentiell sind. Pharmakokinetisch hat DHEA-S eine langsamere metabolische Clearance-Rate im Vergleich zu DHEA, wobei Forscher beobachteten, dass es bevorzugt wird, um chronische Anpassungen als Reaktion auf Bewegung zu schätzen. Die klinische Anwendung von DHEA-S wird noch untersucht, wobei seine Supplementierung für die Verbesserung der ovarialen Reserve und als nicht-invasive Methode zur Aktivierung von Eizellen erforscht wird. Der regulatorische Status variiert je nach Region, wobei unterschiedliche rechtliche Klassifikationen bestehen.