Dihydrotestosteron (DHT), auch bekannt als 5α-Dihydrotestosteron oder Androstanolon, ist ein endogenes androgenes Sexualhormon und Steroid. Es wird hauptsächlich in der Prostata, den Hoden, den Haarfollikeln und den Nebennieren durch die Wirkung des Enzyms 5α-Reduktase produziert, das Testosteron in DHT umwandelt. Als Mitglied der Klasse der androgenen Hormone spielt DHT eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung und Aufrechterhaltung männlicher Merkmale. Forscher haben festgestellt, dass DHT an zahlreichen physiologischen Prozessen beteiligt ist, einschließlich der Regulierung des Prostatwachstums, des Haarwachstums und der Muskelkraft. Es ist auch ein Thema von Interesse in Forschungsbereichen wie Prostatakrebs, Muskelphysiologie und androgenetischer Alopezie. DHT entfaltet seine Wirkung, indem es an androgenen Rezeptoren (ARs) in Zielgeweben bindet. Nach der Bindung unterliegt der DHT-AR-Komplex einer Homodimerisierung und transloziert in den Zellkern, wo er mit spezifischen DNA-Sequenzen interagiert, um die Genexpression zu modulieren. Neuere Studien haben auch potenzielle Membranrezeptoren wie GPR133 identifiziert, die einige der Wirkungen von DHT vermitteln könnten. Die pharmakokinetischen Eigenschaften von DHT umfassen seinen schnellen Metabolismus in Geweben, mit einer zirkulierenden Halbwertszeit von etwa 70 Minuten. DHT wird typischerweise nicht direkt verabreicht, da es eine schlechte orale Bioverfügbarkeit und einen schnellen Metabolismus aufweist. Klinisch wird DHT nicht häufig als therapeutisches Mittel verwendet, aber seine Rolle bei Erkrankungen wie androgenetischer Alopezie und Prostataerkrankungen ist gut untersucht. Der regulatorische Status variiert je nach Region, wobei DHT in einigen Ländern aufgrund seiner androgenen Wirkungen als kontrollierte Substanz eingestuft wird.