Dihydrotestosteron (DHT), auch bekannt als 5α-Dihydrotestosteron oder Androstanolon, ist ein endogenes Androgenhormon, das hauptsächlich in der Prostata, den Hoden, den Haarfollikeln und den Nebennieren produziert wird. Es ist ein potentes Metabolit von Testosteron, das durch das Enzym 5α-Reduktase synthetisiert wird und zur chemischen Klasse der Steroidhormone gehört. DHT ist ein kritisches Androgen bei der Entwicklung männlicher primärer und sekundärer Geschlechtsmerkmale. Forscher beobachteten, dass DHT eine bedeutende Rolle in verschiedenen physiologischen Prozessen spielt, einschließlich der Verbesserung der Muskelkraft, der Prostatafunktion und der Regulierung des Haarwachstums. Es war ein Schwerpunkt in Forschungsbereichen wie Prostatakrebs, androgenetischer Alopezie und Muskelphysiologie. DHT entfaltet seine Wirkungen, indem es an Androgenrezeptoren (ARs) bindet, die nukleäre Rezeptoren sind, die die Genexpression modulieren. Nach der Bindung unterliegt der DHT-AR-Komplex einer Homodimerisierung und transloziert in den Zellkern, wo er mit Androgenantwort-Elementen auf der DNA interagiert und die Transkription von Zielgenen reguliert. Darüber hinaus wurde festgestellt, dass DHT Membranrezeptoren wie GPR133 aktiviert, was die intrazellulären Signalwege wie die cAMP-Weg beeinflusst. Pharmakokinetisch ist DHT durch einen schnellen Metabolismus und eine kurze zirkulierende Halbwertszeit gekennzeichnet. Es wird hauptsächlich in der Leber metabolisiert und über den Urin ausgeschieden. Die Bioverfügbarkeit von DHT variiert je nach Verabreichungsweg, wobei die orale Verabreichung aufgrund des umfangreichen First-Pass-Metabolismus eingeschränkt ist. Klinisch wird DHT aufgrund seiner potenten androgenen Wirkungen und der Verfügbarkeit anderer androgenischer Verbindungen mit günstigeren Profilen nicht häufig als therapeutisches Mittel eingesetzt. Dennoch bleibt seine Rolle im Verständnis der Androgenphysiologie und -pathologie entscheidend. Der regulatorische Status variiert je nach Region, wobei DHT in vielen Ländern als kontrollierte Substanz gilt, aufgrund seines Missbrauchspotenzials im Sport und Bodybuilding.