Epidermales Wachstumshormon (EGF), auch bekannt als Urogastron, ist ein endogenes Peptid-Wachstumsfaktor, der hauptsächlich in den submaxillären Drüsen produziert wird, aber auch in verschiedenen Geweben wie dem Hoden und dem zentralen Nervensystem synthetisiert wird. Es gehört zur Familie der Wachstumsfaktoren, die den epidermalen Wachstumshormon-Rezeptor (EGFR) aktivieren. EGF spielt eine entscheidende Rolle bei der Zellproliferation, Differenzierung und Geweberegeneration. Forscher haben EGF's Rolle in der Funktion von Epithelzellen umfassend untersucht, wo es für Prozesse wie Wundheilung und Gewebereparatur unerlässlich ist. Darüber hinaus ist EGF an der Spermatogenese und der Entwicklung des Hodens beteiligt und wirkt als autokriner und parakriner Faktor. Im zentralen Nervensystem beeinflusst EGF die Proliferation und Differenzierung von neuralen Stammzellen und wurde aufgrund seiner Auswirkungen auf die Myelinogenese in der Pathologie der Multiplen Sklerose impliciert. Der Wirkmechanismus von EGF umfasst die Bindung an den EGFR, was eine Signalkaskade einleitet, die die Aktivierung der MAPK-, PI3K/AKT- und JAK/STAT-Weg führt, was zu verschiedenen zellulären Reaktionen wie Wachstum und Überleben führt. Die pharmakokinetischen Eigenschaften von EGF sind nicht gut dokumentiert, mit begrenzten Daten zu seiner Halbwertszeit und Metabolismus. Klinisch wurde EGF auf sein potenzielles therapeutisches Anwendungsspektrum in der Wundheilung und neurodegenerativen Erkrankungen untersucht, obwohl sein regulatorischer Status je nach Region variiert. Forscher setzen ihre Untersuchungen zu seiner Rolle in der Krebstherapie und anderen Pathologien fort.