Fibroblast Wachstumsfaktor 21 (FGF21) ist ein endogenes Hormon, das zur FGF19-Unterfamilie gehört und hauptsächlich in der Leber produziert wird, aber auch im Fettgewebe, Thymus, Herzen, Pankreas und Skelettmuskel bei Mäusen exprimiert wird. Es wird als Wachstumsfaktor klassifiziert und spielt eine bedeutende Rolle in der interorganischen Kommunikation. FGF21 ist ein pleiotropes Hormon, das an verschiedenen physiologischen Prozessen beteiligt ist, einschließlich Stoffwechsel, Fortpflanzung und Immunität. Forscher haben seine Rollen in kardiovaskulären und metabolischen Erkrankungen, ventilatorinduzierten Lungenschäden, durch Eisenüberladung induzierten Leberschäden und Osteoarthritis umfassend untersucht. FGF21 wirkt über mehrere Signalwege, einschließlich der AMPK-, SIRT1- und mTOR-Signalwege, und wurde nachgewiesen als regulierend für Autophagie, Pyroptose und Ferroptose. Es interagiert mit Rezeptoren und Molekülen wie NLRP3, Caspase-1 und GSDMD, was zu seinen schützenden Effekten unter verschiedenen Bedingungen beiträgt. Die Pharmakokinetik von FGF21 ist begrenzt, aber das native FGF21 ist bekannt für seine schlechten Pharmakokinetik- und biophysikalischen Eigenschaften, was die Entwicklung von FGF21-basierten Medikamenten mit verbesserten Profilen anregte. Klinisch wird FGF21 hinsichtlich seines therapeutischen Potenzials zur Behandlung von metabolischen Dysfunktionen assoziierten steatotischen Lebererkrankungen und anderen Bedingungen untersucht, obwohl es noch nicht weitreichend für die klinische Anwendung zugelassen ist. Forscher setzen ihre Untersuchungen zur Wirksamkeit und Sicherheit in präklinischen und klinischen Studien fort.