Finasterid ist eine synthetische Verbindung, die als 5-alpha-Reduktasehemmer klassifiziert wird. Es handelt sich nicht um ein endogenes Hormon, sondern wird chemisch für therapeutische Zwecke synthetisiert. Finasterid wird hauptsächlich zur Behandlung von androgenabhängigen Erkrankungen wie androgenetischer Alopezie (AGA) und benigner Prostatahyperplasie (BPH) eingesetzt. Es wird unter Markennamen wie Propecia und Proscar vermarktet. Forscher haben festgestellt, dass Finasterid die Spiegel von Dihydrotestosteron (DHT), einem potenten Androgen, das mit Haarausfall und Prostatavergrößerung in Verbindung steht, effektiv senkt. Die primäre physiologische Rolle von Finasterid besteht darin, die Umwandlung von Testosteron in DHT zu hemmen, indem es das Enzym 5-alpha-Reduktase, insbesondere den Typ-II-Isoenzym, angreift. Diese Wirkung führt zu verringerten DHT-Spiegeln, was bei Erkrankungen wie AGA und BPH von Vorteil ist. Der Wirkmechanismus von Finasterid umfasst die Hemmung des Enzyms 5-alpha-Reduktase, was die Umwandlung von Testosteron in Dihydrotestosteron (DHT) verhindert. Diese Reduktion der DHT-Spiegel führt zu einer verringerten androgenen Aktivität in Geweben wie der Kopfhaut und der Prostata, wodurch Haarausfall gemindert und die Prostatagröße reduziert wird. Pharmakokinetisch hat Finasterid eine orale Bioverfügbarkeit mit einer Plasmaphalbwertszeit von etwa 4,5 Stunden. Es wird hauptsächlich in der Leber metabolisiert und über Urin und Stuhl ausgeschieden. Klinisch ist Finasterid von der FDA zur Behandlung von Haarausfall bei Männern und BPH zugelassen. Es ist in oralen Formulierungen erhältlich, wobei 1 mg/Tag häufig für AGA und 5 mg/Tag für BPH verschrieben wird. Trotz seiner Wirksamkeit haben Forscher Nebenwirkungen wie sexuelle Dysfunktion und potenzielle neuropsychiatrische Effekte beobachtet, die in der Nachvermarktungsüberwachung festgestellt wurden und zu Aktualisierungen der Sicherheitskennzeichnung führten.