Das Follikel-stimulierende Hormon (FSH) ist ein endogenes Glykoprotein-Hormon, das von der vorderen Hypophyse produziert wird. Es gehört zur Kategorie der Hypophysenhormone und trophischen Hormone und spielt eine entscheidende Rolle im Fortpflanzungssystem sowohl bei Männern als auch bei Frauen. FSH ist auch in synthetischen Formen erhältlich, wie Gonal-F und Follistim, die in klinischen Einrichtungen verwendet werden. Forscher beobachteten, dass FSH hauptsächlich an der Regulierung von Fortpflanzungsprozessen beteiligt ist, einschließlich der Entwicklung von Eierstöcken bei Frauen und der Spermatogenese bei Männern. Neuere Studien haben seine bekannten Rollen über die Fortpflanzung hinaus erweitert und zeigen seine Beteiligung an Stoffwechselprozessen, wie der Insulinsekretion in den Langerhans-Inseln, sowie potenzielle Implikationen bei Erkrankungen wie dem polyzystischen Ovarialsyndrom (PCOS) und Diabetes nach der Menopause. Der Wirkmechanismus von FSH umfasst die Bindung an den Rezeptor für das follikel-stimulierende Hormon (FSHR), was die Aktivierung von nachgeschalteten Signalwegen, einschließlich der cAMP/Protein-Kinase A (PKA) und Kalziumwege, zur Folge hat. Diese Signalwege sind entscheidend für seine Rolle in reproduktiven und metabolischen Funktionen. Die pharmakokinetischen Eigenschaften von FSH zeigen, dass seine zirkulierende Halbwertszeit etwa 3-4 Stunden beträgt. Es wird hauptsächlich von der Leber und den Nieren metabolisiert, wobei die Bioverfügbarkeit je nach Verabreichungsweg variiert. Klinisch wird FSH in assistierten Reproduktionstechnologien verwendet, um das Follikelwachstum zu stimulieren, und es wird auf sein therapeutisches Potenzial bei männlicher Unfruchtbarkeit untersucht. Es handelt sich um ein verschreibungspflichtiges Medikament, das von Gesundheitsbehörden in verschiedenen Ländern reguliert wird.