Liothyronin, auch bekannt als T3, Cytomel oder Triiodthyronin, ist eine synthetische Form des endogenen Schilddrüsenhormons Triiodthyronin. Es wird von der Schilddrüse produziert und gehört zur Klasse der Schilddrüsenhormone. Liothyronin ist strukturell durch drei Jodatome gekennzeichnet, die an seine phenolischen Ringe gebunden sind, was es von Thyroxin (T4) unterscheidet, das vier Jodatome hat. Forscher beobachteten, dass Liothyronin eine entscheidende Rolle bei der Regulierung des Stoffwechsels, des Wachstums und der Entwicklung spielt. Es ist hauptsächlich an der Modulation der basalen Stoffwechselrate beteiligt und beeinflusst die Proteinsynthese. Forschungsbereiche umfassen seine Verwendung in Kombinationstherapien bei Hypothyreose, insbesondere bei Patienten, die unter Levothyroxin-Monotherapie weiterhin Symptome aufweisen. Liothyronin wirkt auf die Schilddrüsenhormonrezeptoren, hauptsächlich TRα und TRβ, die nukleäre Rezeptoren sind, die die Genexpression regulieren. Bei der Bindung an diese Rezeptoren beeinflusst Liothyronin die Transkription von Zielgenen, die am Energiestoffwechsel und an der Thermogenese beteiligt sind. Forscher beobachteten, dass Liothyronin eine kürzere Halbwertszeit im Vergleich zu Levothyroxin hat, mit einer zirkulierenden Halbwertszeit von etwa 24 Stunden. Es wird hauptsächlich in der Leber und den Nieren metabolisiert, und seine Bioverfügbarkeit ist hoch, wenn es oral verabreicht wird. Klinisch wird Liothyronin in Kombination mit Levothyroxin zur Behandlung von Hypothyreose eingesetzt, insbesondere bei Patienten, die mit Levothyroxin allein keine Symptomlinderung erreichen. Regulierungsbehörden haben seine Verwendung genehmigt, jedoch bleibt seine Anwendung der klinischen Einschätzung und den patientenspezifischen Überlegungen unterworfen.