Metformin ist ein synthetisches orales Antihyperglykämikum, das zur Klasse der Biguanide gehört. Es ist kein endogenes Hormon, sondern wird aus Guanidin gewonnen, einer Verbindung, die in der Pflanze Galega officinalis vorkommt. Metformin wird hauptsächlich zur Behandlung von Typ-2-Diabetes mellitus eingesetzt und gilt gemäß internationalen Richtlinien als Erstlinientherapie. Forscher haben festgestellt, dass Metformin eine bedeutende Rolle bei der Senkung des Blutzuckerspiegels spielt, ohne Gewichtszunahme oder Hypoglykämie zu verursachen, was es zu einer bevorzugten Wahl gegenüber anderen blutzuckersenkenden Mitteln macht. Neben seiner primären Rolle im Diabetesmanagement wird Metformin auch auf seine potenziellen Vorteile bei der Behandlung verschiedener Erkrankungen, einschließlich des polyzystischen Ovarialsyndroms, Krebs und altersbedingter Störungen, untersucht. Der Wirkmechanismus von Metformin umfasst die Reduktion der hepatischen Glukoseproduktion und die Verbesserung der Insulinsensitivität. Forscher haben beobachtet, dass Metformin hauptsächlich auf die Leber wirkt, aber auch signifikante Effekte auf den Magen-Darm-Trakt hat, wo es die intestinale Glukoseaufnahme erhöht und das Mikrobiom des Darms verändert. Die pharmakokinetischen Eigenschaften von Metformin umfassen eine Halbwertszeit von etwa 4-8 Stunden, mit einer oralen Bioverfügbarkeit von 40% bis 60% aufgrund des First-Pass-Metabolismus. Es wird hauptsächlich unverändert im Urin ausgeschieden. Klinisch wird Metformin weit verbreitet zur Behandlung von Typ-2-Diabetes verschrieben und wurde von Regulierungsbehörden weltweit, einschließlich der FDA in den USA und der MHRA im Vereinigten Königreich, genehmigt. Die langfristigen kardiovaskulären Vorteile sind gut dokumentiert, was seinen Status als Grundpfeiler in der Diabetesbehandlung weiter festigt.