Rapamycin, auch bekannt als Sirolimus oder Rapamune, ist eine synthetische Verbindung, die ursprünglich aus dem Bakterium Streptomyces hygroscopicus gewonnen wurde, das im Boden von Osterinsel gefunden wurde. Es gehört zur Klasse der makrozyklischen immunsuppressiven Medikamente und wird aufgrund seiner regulierenden Effekte auf zelluläre Wachstumswege als metabolisches und zirkadianes Hormon kategorisiert. Forscher beobachteten, dass Rapamycin eine bedeutende Rolle bei der Immunsuppression, der antifungalen Aktivität und möglicherweise der Verlängerung der Lebensspanne spielt. Es wird hauptsächlich hinsichtlich seiner Fähigkeit untersucht, den mechanistischen Zielstrang von Rapamycin (mTOR) zu hemmen, der entscheidend für Zellwachstum, Proliferation und Überleben ist. Der Wirkmechanismus der Verbindung umfasst die Bildung eines Komplexes mit dem intrazellulären Protein FKBP12, was anschließend mTOR hemmt und zu einem Zellzyklusstillstand in der Übergangsphase von G1 zu S führt. Pharmakokinetisch ist Rapamycin durch eine geringe orale Bioverfügbarkeit aufgrund des First-Pass-Metabolismus gekennzeichnet, mit einer Halbwertszeit, die je nach Verabreichungsweg variiert. Klinisch ist Rapamycin von der FDA zur Verhinderung von Organtransplantatabstoßungen und zur Behandlung von Anfällen im Zusammenhang mit dem tuberösen Sklerose-Komplex zugelassen. Es wird auch off-label hinsichtlich seines Potenzials zur Förderung der Langlebigkeit und zur Verhinderung altersbedingter Krankheiten untersucht, obwohl solche Anwendungen in der klinischen Gemeinschaft noch nicht weit verbreitet anerkannt sind.