Selank, ein Peptidanalogon von Tuftsin, übt seine anxiolytischen Effekte hauptsächlich durch die Modulation neuroaktiver Wege aus, indem es die Signalübertragung des aus dem Gehirn stammenden neurotrophen Faktors (BDNF) verstärkt und den HGF/c-Met-Weg beeinflusst, der für die Neuroplastizität entscheidend ist. Es scheint mit Opioidrezeptoren zu interagieren, wie durch seine Fähigkeit, Morphinentzugserscheinungen zu mildern, belegt wird, und kann auch die Aktivität von Enkephalinen beeinflussen, was zu seinen anxiolytischen und psychostimulierenden Eigenschaften beiträgt. Die genauen Mechanismen und Rezeptorinteraktionen sind noch nicht vollständig verstanden, was weitere Untersuchungen erforderlich macht.