Kisspeptin-10 ist ein Neuropeptid, das vom KiSS-1-Gen abgeleitet ist und als potenter Regulator der reproduktiven Hormachse klassifiziert wird. Forscher untersuchen hauptsächlich Kisspeptin-10 hinsichtlich seiner Rolle bei der Stimulierung der Freisetzung von Gonadotropinen, wie follikelstimulierendem Hormon und luteinisierendem Hormon, die für die reproduktive Funktion entscheidend sind. Wichtige Erkenntnisse zeigen, dass Kisspeptin-10 nicht nur die reproduktiven Hormone beeinflusst, sondern auch eine Rolle in metabolischen Prozessen spielt, wie der Modulation der Glukosehomöostase und der Beeinflussung der Knochengesundheit durch seine Interaktion mit dem GPR54-Rezeptor. Aktuelle Forschungen setzen sich weiterhin mit seinen vielfältigen physiologischen Effekten und potenziellen Implikationen in der reproduktiven Gesundheit, Fettleibigkeit und metabolischen Störungen auseinander, während auch Bedenken hinsichtlich seines Missbrauchs im Sport aufgrund seiner testosteronsteigernden Wirkungen angesprochen werden.