Vasoaktives intestinales Peptid (VIP) ist ein 28-Aminosäuren-Neuropeptid, das ursprünglich aus dem Schweineduodenum isoliert wurde und innerhalb einer Familie von regulatorischen Peptiden klassifiziert ist, zu der auch Glukagon und Sekretin gehören. Forscher untersuchen VIP hauptsächlich aufgrund seiner Rolle als Neurotransmitter und Hormon, insbesondere bei der Regulierung verschiedener physiologischer Prozesse wie Verdauung, Herzaktivität und neuroendokrinen Funktionen. Wichtige Erkenntnisse zeigen, dass VIP an der Modulation der Gehirnaktivität beteiligt ist und als neuronaler Überlebensfaktor wirken kann, wobei seine Expression sowohl durch neuronale als auch durch endokrine Signale reguliert wird. Darüber hinaus haben Studien signifikante Artenunterschiede in den Interaktionen des VIP-Pharmakophors mit seinen Rezeptoren hervorgehoben, was die Notwendigkeit einer sorgfältigen Berücksichtigung bei der Gestaltung von VIP-Analoga für therapeutische Anwendungen nahelegt. Die aktuelle Forschung untersucht weiterhin das Potenzial von VIP zur Behandlung neurologischer Erkrankungen und seine Wirkmechanismen in verschiedenen biologischen Systemen.